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Rauchgasreinigungsanlage der MVA Weisweiler wird umgebaut

17.12.2009

Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist der neue Aufsichtsratsvorsitzende der MVA Weisweiler GmbH & Co. KG. Gleich zu Anfang seiner Amtszeit am Donnerstag wurde eine wichtige Entscheidung im Aufsichtsrat gefasst: Die Rauchgasreinigungsanlage der Müllverbrennungsanlage in Weisweiler wird umgebaut. Ziel dieses Umbaus: Kosteneinsparungen, Energieeinsparungen und eine nachhaltige Reduzierung der CO²-Emissionen.

Die Diskussionen in den politischen Regionen in der Region verliefen in Sachen Müllverbrennung in den letzten Wochen hitzig und teils sehr kontrovers. Der schon seit längerem geplante Umbau von wichtigen Komponenten der Rauchgasreinigung der Müllverbrennungsanlage Weisweiler schien zu höheren Verbrennungskosten der MVA zu führen. Doch stellten sich diese Befürchtungen als unbegründet heraus. „Manchmal muss man eben zweimal hinschauen und sich sehr intensiv in die Materie einarbeiten, bevor man endgültige Entscheidungen trifft.“, gibt sich der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn inzwischen als überzeugter Befürworter der Entscheidung für den großen Umbau zu erkennen.

Sein städteregionaler Kollege und neuer Aufsichtsratschef Helmut Etschenberg betont: „Alles andere als eine Entscheidung für den sofortigen Umbau wäre kontraproduktiv und nicht im Sinne der Bürgerinnen und Bürger aus der Region Aachen / Düren  gewesen.“

Die wirtschaftlichen Kalkulationen sprechen eine deutliche Sprache: Über einen Zeitraum von 10 Jahren erbringt der Umbau in der Müllverbrennungsanlage eine Kosteneinsparung von mehr als 23 Millionen Euro. Die dazu notwendigen Investitionskosten sind in dieser Summe bereits berücksichtigt.

Bereits im Jahr 2010 soll an der ersten der drei Linien der Müllverbrennungsanlage mit den Umrüstungsarbeiten begonnen werden.

Ziel der Maßnahme ist es zum ersten, die Energiebilanz der MVA um 4 Prozent pro Jahr durch die Einsparung von rund 65.000.000 kWh zu verbessern, die Wartungskosten in jedem Jahr um mehr als 1 Millionen Euro zu senken, Energiekosten (Gas) im Werte von (z. Zt.) 1,9 Millionen Euro jährlich einzusparen (bei steigenden Energiepreisen verbessert sich dieser Faktor) und jedes Jahr ca. 20.000 Tonnen CO2 weniger an die Umwelt abzugeben.

In Weisweiler werden direkt nach dem einstimmigen Aufsichtsratsbeschluss alle Maßnahmen zum Umbau angegangen, um die Einsparungen möglichst bald umzusetzen.

Damit ist auch gesichert, dass sich der Umbau der Rauchgasreinigung zukünftig nicht negativ auf die Entsorgungsgebühren für die Bürgerinnen und Bürger im Gebiet des Zweckverbandes Entsorgungsregion West auswirkt.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde Carsten Liedtke von den Stadtwerken Krefeld gewählt.

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