AWA setzt Machbarkeitsstudie jetzt um
Die AWA Entsorgung GmbH treibt den Klimaschutz in der Region weiter voran. Sie setzt auf der Deponie Alsdorf-Warden derzeit ein Projekt um, mit dem klimaschädliche Gase deutlich besser erfasst und sinnvoll genutzt werden sollen. Grundlage dafür ist eine umfangreiche Machbarkeitsstudie, die im vergangenen Jahr erstellt wurde und nun Schritt für Schritt in die Praxis überführt wird.
Warum entstehen Gase auf einer Deponie?
In früheren Jahrzehnten hat man auf der Deponie Alsdorf-Warden auch Abfälle mit organischen Bestandteilen abgelagert. Beim natürlichen Abbau dieser Stoffe entsteht sogenanntes Deponiegas, das hauptsächlich aus Methan und Kohlendioxid besteht. Methan ist ein besonders wirksames Treibhausgas. Es kann aber auch zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden, wenn es gezielt erfasst wird.
Ziel des Projekts: Mehr erfassen, weniger emittieren
Ziel des aktuellen Projekts ist es, das vorhandene Deponiegas noch besser zu erfassen als bisher und dadurch:
- den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen spürbar zu reduzieren,
- Umwelt und Klima nachhaltig zu schützen,
- das Gas möglichst effizient energetisch zu nutzen.
Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass der sogenannte Erfassungsgrad – also der Anteil des tatsächlich aufgefangenen Gases – durch gezielte technische Maßnahmen deutlich gesteigert werden kann.
Was wird konkret umgesetzt?
Im Rahmen der Umsetzung werden unter anderem:
- bestehende Gasbrunnen und Leitungen technisch ertüchtigt,
- das Gasfassungssystem an aktuelle Anforderungen angepasst,
- die vorhandene Energieanlage (Blockheizkraftwerk) weiter genutzt und ergänzt,
- zusätzliche Technik installiert, um auch schwächeres Deponiegas sicher und umweltgerecht zu behandeln.
Ein großer Vorteil: Ein erheblicher Teil der bestehenden Infrastruktur kann weiterverwendet werden. Das spart Ressourcen und Kosten.
Spürbarer Beitrag zum Klimaschutz
Durch die Optimierung der Gasfassung und -behandlung können über die gesamte Laufzeit des Projekts erhebliche Mengen an Treibhausgasen vermieden werden. Damit leistet die AWA Entsorgung GmbH einen konkreten Beitrag zu den Klimaschutzzielen in Deutschland – direkt vor Ort und mit messbarer Wirkung.
Begleitet wird das Projekt von einem umfangreichen Monitoring, das sicherstellt, dass die Anlagen zuverlässig funktionieren und die Umweltwirkungen kontinuierlich überprüft werden.
Verantwortung für Umwelt und Region
Mit der Umsetzung der Machbarkeitsstudie übernimmt die AWA Entsorgung GmbH Verantwortung für eine nachhaltige Nachsorge der Deponie Alsdorf-Warden. Das Projekt zeigt, wie bestehende Anlagen auch nach der Stilllegung einer Deponie aktiv zum Klimaschutz beitragen können.
Förderhinweis
Dieses Vorhaben wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Förderkennzeichen: 67K23316 Ministerium: BMWE Projektträger: PT-ZUG Thema: KSI: Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Siedlungsabfalldeponie Alsdorf-Warden Projektbeteiligte: AWA-Entsorgung GmbH, DEPO Consult GmbH Lindberghring 8 33142 Büren Laufzeit: 01.06.2023 – 31.05.2025 Verlängerung bis zum 31.05.2026



