Internationaler Plastiktütenfreier Tag – vieles erreicht – aber noch nicht alles

2011 rief die „Zero Waste“ – Bewegung den Internationalen Plastiktütenfreien Aktionstag am 3. Juli ins Leben, der seit 2014 auch in Deutschland stattfindet. Ein Tag, um sich bewusst zu werden, was bisher erreicht worden ist und was jeder vielleicht noch dazu beitragen kann, dass Plastiktüten beim Einkauf Vergangenheit werden.

Eine kleine Zeitreise

Seit 2016 unterliegen die Einwegplastikeinkaufstüten aufgrund einer Vereinbarung des Handels in Deutschland einer Bezahlpflicht. Das hat sich bereits bemerkbar gemacht: von 2015 bis 2018 reduzierte sich der Konsum von Plastiktüten im Handel um mehr als die Hälfte (Quelle GVM). 2018 wurden in Deutschland bereits nur noch ca. 20 Einkaufstüten aus Plastik pro Person verwendet. (Quelle BUND)

2022 steht das nächste Verbot in der EU an, dann dürfen Händler keine leichten Einkaufstüten aus Plastik zwischen 15 und 50 Mikrometer Wandstärke mehr ausgeben. Aber die dünnsten Tüten (<15 Mikrometer), die in vielen Obstabteilungen und -Geschäften angeboten werden, sind (leider) weiterhin aus hygienischen Gründen erlaubt. Viele Discounter gehen aber schon den Schritt weiter in die richtige Richtung: Es werden auch Mehrwegbeutel aus Netz angeboten.

Auch die dicken Plastikeinkaufstaschen sind von dem Verbot nicht betroffen. Diese werden mehrmals verwendet, so die Annahme.

Die Einkaufsplastiktüte – Produkt aus begrenzten Ressourcen

Plastiktüten werden aus einer begrenzten und nicht erneuerbaren Ressource, dem Erdöl gewonnen. Ihre Produktion ist mit CO2-Emmissionen verbunden.

Kurzer Einsatz und danach?

Bis zum Beginn des Dualen Systems wurden diese Plastiktüten in Deutschland nicht recycelt, sondern deponiert und verweilen dort noch hunderte Jahre und das bei einem durchschnittlichen Einsatz von 20 Minuten. Im Recycling erreichen Kunststoffe nicht mehr die Qualität des Ausgangsproduktes.

Gelangen Plastiktüten in die Umwelt, verrotten sie nicht, sondern sie zersetzen sich in immer kleinere Stücke bis hin zum Mikroplastik mit all seinen Folgen.

So einfach ist Abfallvermeidung und Ihr Beitrag zum plastiktütenfreiem Einkauf

Durch etwas Planung können Sie auf Plastiktüten beim Einkauf einfach verzichtet. Mit einem kleinen Faltbeutel in Handtasche oder Rucksack sind Sie stets für den kleinen Einkauf gewappnet.

Planen Sie größere Einkäufe mit einer Einkaufsliste und nehmen Sie sich direkt entsprechende Behältnisse, wie Klappboxen, Körbe, Stofftaschen oder auch PE-Bändchentaschen, zum Transport mit. Mit Mehrwegnetzen (am besten aus Bio-Baumwolle) können Sie sogar auf die Hemdchenbeutel verzichten. Mit ein wenig Handarbeit ist solch ein Einkaufsnetz auch schnell selbst gehäkelt.

Übrigens, wir haben auch noch Einkauftipps für Obst und Gemüse für Sie!

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