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Bequeme Entsorgung von Elektrogeräten

Da bislang nur 45 Prozent* des Elektronikschrotts ordnungsgemäß entsorgt werden, sind Discounter, Lebensmittelmärkte und Online-Vertreiber ab dem 01.07.2022 bei der Rücknahme von Elektroaltgeräten vermehrt in der Pflicht. Deutschland erreicht damit die EU-weit vorgeschriebene Sammelquote von 65 Prozent nicht. (*Bundesumweltamt 2019)

Woran liegt das?

Viele kleinere Elektrogeräte landen – trotz Verbot – in der Mülltonne. Andere Geräte geraten auch in Schubladen oder Regalen in Vergessenheit, da die Geräte nicht viel Platz wegnehmen. Bürger*innen geben als Grund an, dass die ordnungsgemäße Entsorgung mit zu weiten Wegen verbunden und damit zu umständlich sei. Leider werden auch Großgeräte oft nicht entsprechend dem Elektrogerätegesetz entsorgt. Vielfach ist der Schrotthändler schneller als die E-Schrottabfuhr. Damit begibt sich der E-Schrott auf undurchsichtige und nicht zugelassene Wege.

Neuerungen ab dem 01. Juli 2022

Mit dem neuen Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) soll die Rückgabe ab 1. Juli 2022 für Verbraucher*innen bequemer werden. Denn nur wenn die Elektroaltgeräte sachgerecht entsorgt werden, ist es möglich, die Rohstoffe aus den Geräten zu recyceln.

Bisher mussten nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern für Elektrogeräte E-Schrott kostenfrei im Geschäft selbst oder in unmittelbarer Nähe zurücknehmen.

Ab dem 1. Juli 2022 sind auch Lebensmitteleinzelhändler oder Discounter zur Rücknahme verpflichtet, wenn ihre gesamte Verkaufsfläche größer als 800 Quadratmeter ist und diese (zeitweise) Elektrogeräte verkaufen.

Entscheidend für die Art der Rücknahme ist in den Geschäften die Kantenlänge. Alle Elektrogeräte mit einer Kantenlänge unter 25 Zentimetern müssen in den oben genannten Läden immer kostenlos zurückgenommen werden. Hierbei ist es egal, ob Sie es in diesem Geschäft gekauft haben oder dort ein neues Gerät kaufen. Die Abgabemenge ist allerdings auf 3 Geräte pro Geräteart beschränkt. Für größere Geräte gilt die Rücknahmeverpflichtung nur beim Neukauf eines vergleichbaren Gerätes (1:1 Tausch z.B. Waschmaschine gegen Waschmaschine). Dies gilt auch bei Lieferung des Gerätes nach Hause. Hierbei muss der Händler beim Abschluss des Kaufvertrages auf die Rücknahme bei Anlieferung hinweisen und, wenn gewünscht, im Kaufvertrag festhalten.

Online-Handel in der Pflicht

Auch der Online-Handel ist zur Rücknahme der E-Geräte verpflichtet! Hier gilt zur Größenbemessung der Verkaufsfläche die Lager- und Versandfläche. Online-Kund*innen müssen schriftlich und deutlich auf diese Möglichkeiten hingewiesen werden. Entscheidend für die Art der Rücknahme ist hierbei neben der Kantenlänge auch der Gerätetyp.

Für Geräte der Kategorien 3 (z.B. Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren), 5 und 6 (z.B. Toaster, Handy) muss der Händler Rückgabemöglichkeiten in zumutbarer Entfernung zum Verbraucher schaffen.

Für Geräte der Kategorien 1 (z.B. Kühlschrank), 2, (Bildschirmgeräte mit mehr als 100 cm² Oberfläche) und der Kategorie 4 (große Elektrogeräte mit mehr als 50 cm Kantenlänge) muss den Kunden eine kostenlose Abholung im 1:1-Tausch gegen ein funktional ähnliches Gerät angeboten werden. 

Pflichten für Verbraucher*innen

Vor der Entsorgung müssen Batterien oder Akkus nach Möglichkeit entnommen werden, wenn dabei das Gerät nicht zerstört wird. Geräte mit fest verbauten Akkus nehmen die Sammelstellen getrennt entgegen. Dadurch werden Brände und Unfälle durch defekte Akkus vermieden.

Auch müssen Lampen – wenn möglich – aus den Leuchten entnommen werden, bevor sie abgegeben werden! Lampen werden an den Annahmestellen gesondert gesammelt, um die Wiederverwertung zu ermöglichen.

Bei weiteren Fragen helfen unsere Kolleg*innen der Abfallberatung gerne weiter.

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Erdöl – universell einsetzbar

Erdöl dient als Rohstoff für eine Vielzahl von Produkten.

Was ist Erdöl eigentlich?

Es ist ein organisches Stoffgemisch in der Erdkruste. Es besteht größtenteils aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen und ist bereits viele Millionen Jahre alt. Wie Kohle und Gas wird es deshalb auch als „fossiler Energieträger“ bezeichnet. Als gelblich bis schwarz gefärbte zähe Masse – Rohöl – wird es aus großer Tiefe an die Erdoberfläche gepumpt. Länder, die besonders viel Erdöl fördern, sind Russland, USA, Kanada, Venezuela, sowie arabische Länder.

Nach der Bohrung und Förderung wird das gewonnene Rohöl in Raffinerien destilliert und in einzelne Fraktionen zerlegt. Diese sind z. B. Naphtha, Benzin, Petroleum oder Gase wie Methan oder Ethan.

Wozu benutzen wir Erdöl?

Im Jahr 2020 verbrauchte Deutschland 96,2 Millionen Tonnen Erdöl – das entsprach einem Anteil von etwa 2,4 Prozent am weltweiten Erdölverbrauch. Das nach Deutschland importierte Öl kommt zu 60 Prozent von Unternehmen aus der Russischen Föderation, Großbritannien und Norwegen.

Der größte Anteil des in Deutschland aufbereiteten Erdöls wird als Brenn- und Kraftstoff verbraucht. Die Verwendung als Heizöl, mit dem wir unsere Gebäude warmhalten, ist der größte Anwendungsbereich. Die meisten unserer Fahrzeuge und Maschinen werden noch immer durch Autobenzin und Dieselkraftstoff angetrieben. Auch als Treibstoff für Flugzeuge kommen überwiegend Erdöl-Derivate zum Einsatz.

Die Chemieindustrie verarbeitet weitere Erdöl-Fraktionen zu organischen Zwischenprodukten, zu chemischen Grundstoffen und Standardpolymeren (zum Beispiel für die Herstellung von verschiedensten Kunststoffprodukten).

Die Feinchemie-Industrie und Hersteller von Spezialchemikalien produzieren daraus unter anderem Farben und Lacke, Pflanzenschutzmittel, Spezialkunststoffe und Konsumchemikalien.

Zum Beispiel findet sich der Stoff „Paraffin“ in vielen kosmetischen Cremes, Make-up-Artikeln oder Shampoos sowie in Putzartikeln und Kerzen. Auch in der Medizin und Lebensmittelindustrie kommt Paraffin zum Einsatz: in Salben, Kaugummis oder als Überzug bei einigen Käsesorten.

Auch ist Erdöl Basis für die Herstellung von verschiedenen Kunststoffen. Zum Beispiel für Plastiktüten, -becher, -flaschen, -folien, oder Styropor-Verpackungen. Auch Vorratsdosen, (Garten-)Möbel, Teppiche, Kleidung, Kissen und Decken aus synthetischen Fasern, Matratzen, Fensterrahmen und Schläuche können Erdölbestandteile enthalten. Mittlerweile gibt es nur wenige Produkte des alltäglichen Lebens, in denen sich kein Erdöl versteckt.

Klimaveränderung und Umweltbeeinträchtigung

Der in der Vergangenheit häufig gedankenlose Umgang mit dem bisher preiswerten Rohstoff stellt uns unter anderem vor große ökologische Probleme. Bereits bei der Bohrung nach Erdöl werden Umwelt, Tiere und Menschen häufig irreversibel geschädigt. Durch Pipeline-Schäden oder andere Transport-Unfälle gelangt die zähe Masse außerdem immer wieder in die umliegenden Naturräume, in Flüsse und Meere. Dort verseucht das Erdöl ganze Ökosysteme, zerstört Lebensräume und trägt zur Ausrottung von Tier- und Pflanzenwelt bei. Es wird damit zu einer massiven ökologischen und gesundheitlichen Bedrohung.

Den größten Anteil der Klimaerwärmung verursacht der weltweite Erdöl-Verbrauch. Es wird als Heizöl, Benzin oder Dieselkraftstoff verbrannt. Dabei werden enorme Mengen an Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Dieses reichert sich in der Atmosphäre an, was dazu führt, dass sich untere Luftschichten zunehmend erwärmen. Schmelzende Polkappen, Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Hitzewellen, sowie das Aussterben zahlreicher Tierarten sind nur einige der gefährlichen Folgen der Klimaveränderungen.

Erdöl macht abhängig und ist endlich!

Die weltweiten Erdölreserven sind begrenzt. Bis sich Erdöl bildet, müssen Millionen von Jahren vergehen. In den letzten 100 Jahren haben wir bereits einen großen Teil des weltweit vorhandenen Erdöls verbraucht. Darüber hinaus haben sich Deutschland und Europa beim Import von Erdöl in Abhängigkeiten von externen Lieferungen begeben. Diese werden inzwischen als politisch, sozial, ethisch und ökologisch zweifelhaft bewertet. Gute Gründe, warum wir Erdöl einsparen, ersetzen und uns schnellstens Alternativen suchen sollten!

Erdölverbrauch senken: Beispiel Lebensmittel:

Hier einige Anregungen, wie Sie mit kleinen Veränderungen Ihren persönlichen Erdöl-Verbrauch senken und das eigene Leben nachhaltiger gestalten können:

  • Plastikverpackungen vermeiden: Besonders bei den Produkt-Verpackungen kommt viel Plastikabfall zusammen. Für diesen wurde Erdöl als Rohstoff verbraucht und er muss – nach nur einmaligem Gebrauch – energieaufwendig verwertet oder entsorgt werden. Deshalb sollten Einwegverpackungen aus Kunststoff möglichst vermieden werden, zum Beispiel durch den Kauf von Joghurt in Pfandgläsern.
  • Beim Kauf von Obst und Gemüse auf Produkte in Bio-Qualität achten: Beim konventionellen Anbau kommen Düngemittel und Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, die auf Erdöl-Basis hergestellt werden. Bioprodukte brauchen bei der Produktion weniger Erdöl, sollten aber möglichst aus regionalem Anbau stammen.
  • Wenig oder am besten keine Produkte mit langen Transportwegen kaufen: Auch bei langen Transportwegen von Lebensmitteln wird viel Erdöl verbraucht. Besser ist es, lokal und saisonal einzukaufen!
  • Für den Einkauf öfter mal das Fahrrad nutzen: Wer das Fahrrad für den Einkauf nutzt, spart Treibstoff, vermeidet CO2 Ausstoß und schont Klima und Umwelt. Und last not least: eine zusätzliche Portion Bewegung ist positiv für die eigene Gesundheit!

Weitere Tipps und Informationen erhalten Sie bei der Abfallberatung unter 02403 8766-353 oder abfallberatung@awa-gmbh.de

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Gefahr Toter Winkel

Viel zu entdecken gab es für die Klasse 4a der katholischen Grundschule Kinzweiler. Im Rahmen der Aktion „Toter Winkel“ klebten wir an unserem Schadstoffmobil sämtliche zusätzlichen Spiegel ab und markierten den toten Winkel. Die Kinder stellten sich im toten Winkel auf. Einzeln durften die Kinder dann nacheinander im Führerhaus Platz nehmen. Überrascht stellten sie fest, dass sie dort ihre Klassenkamerad*innen weder vor noch neben dem LKW sehen konnten.

Zusatzspiegel retten Leben

Viele LKW in Deutschland – so auch unser Schadstoffmobil – sind mit zusätzlichen Spiegeln ausgerüstet. Diese machen die toten Bereiche vor und neben dem Fahrzeug einsehbar. Leider sind solche zusätzlichen Spiegel noch kein flächendeckender Standard. Den Nutzen dieser Zusatzspiegel erlebten die Schüler*innen bei einem zweiten Durchgang in der Fahrerkabine – diesmal ohne abgeklebte Spiegel.

Diese Aktion durften wir in Zusammenarbeit mit dem Round Table Düren durchführen. Wir sind uns sicher, dass wir gemeinsam die Kinder der 4a für die Gefahren des toten Winkels sensibilisieren konnten.

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Tag der Lebensmittelverschwendung

Deutschland hat sich dem Ziel der Vereinten Nationen angeschlossen, bis 2030 die weltweite Lebensmittelverschwendung pro Kopf zu halbieren. Und das ist dringend notwendig!
Denn weltweit landen 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel pro Jahr ungenutzt im Müll, das sind ein Drittel aller für die Menschheit produzierten Lebensmittel! Dabei werden nicht nur einwandfreie Lebensmittel unnötig verschwendet, sondern auch alle Ressourcen, die bei der Produktion und beim Transport benötigt werden.
Allein in Deutschland werden jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Die Hälfte der Abfälle entsteht mit 52 Prozent in privaten Haushalten.
Somit wirft jeder in Deutschland etwa 75 Kilogramm Lebensmittel weg.
Davon machen 34% Obst und Gemüse aus gefolgt von Speiseresten (16%), Brot und Bachwaren (14%), Getränke (11%), Milchprodukte (9%), Fertigprodukte 7% und sonstiges mit 5 Prozent.

10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung:

  1. Einkaufszettel schreiben: Vorräte checken und benötigte Mengenangaben notieren.
  2. Nicht hungrig einkaufen gehen: Hunger füllt den Einkaufswagen unnötig!
  3. Mut zu hässlichem Obst und Gemüse: Obst und Gemüse sind Naturprodukte und müssen nicht perfekt aussehen.
  4. XXL-Packungen vermeiden: kleine Packungen und Mengen kaufen, deren Inhalt auch gegessen wird. Obst und Gemüse unverpackt bevorzugen.
  5. Mindesthaltbarkeitsdatum nicht überbewerten: viele Produkte sind auch nach dem MHD noch problemlos zu genießen (gilt nicht für das Verbrauchsdatum von Fisch und Fleisch).
  6. Lebensmittel richtig lagern: unterschiedliche Kühlzonen im Kühlschrank beachten. Nudeln, Reis, Mehl etc. trocken lagern. Äpfel und Kartoffeln kühl und dunkel aufbewahren…
  7. Lebensmittel einfrieren bevor sie schlecht werden
  8. Essen, was essbar ist: beim Gemüseputzen oder -schnippeln nicht zu großzügig arbeiten.
  9. Kühltasche bei Einkauf mitnehmen: die Kühlkette wird nicht unterbrochen und die Lebensmittel sind länger haltbar.
  10. Kreative Resteverwertung: im Internet gibt es viele Rezeptvorschläge für ein gelungenes Resteessen.
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Weltwassertag am 22. März

Der Weltwassertag, zu dem die Vereinten Nationen seit 1992 jährlich aufrufen, soll in erster Linie auf die zentrale Bedeutung der Natur-Ressource Wasser für die Menschheit aufmerksam machen.

So ist z.B. der Zugang zu sauberem Trinkwasser für viele Menschen der Erde nicht selbstverständlich.

In Deutschland konnte in den letzten 20 Jahren der Pro-Kopf-Wasserverbrauch kontinuierlich gesenkt werden. Haben wir Anfang der 90er-Jahre noch etwa 150 Liter pro Tag im Haushalt verbraucht, sind es heutzutage im Schnitt gut 20 Liter weniger. Das ist weltweitgesehen ein sehr niedriger Wert. Doch die positive Bilanz täuscht gewaltig, denn wir vergessen gerne, dass wir mit jedem Stück Fleisch, mit jedem Baumwollhemd und mit jeder Tasse Kaffee irgendwo anders auf der Welt Wasser indirekt verbrauchen, sogenanntes virtuelles Wasser.

Jeder Deutsche verbraucht somit nicht nur die 130 Liter aus dem Wasserhahn, sondern insgesamt – pro Tag – rund 4.000 bis 5.000 Liter virtuelles Wasser.

Das sind knapp 25 gefüllte Badewannen!

Spitzenreiter beim virtuellen Wasserverbrauch sind zwei Genussmittel, die für viele von uns zum Alltag gehören: Schokolade und Kaffee. Für die Produktion von einem Kilo Kakaobohnen werden durchschnittlich rund 27.000 Liter Wasser benötigt, für ein Kilo Röstkaffee rund 21.000 Liter. Pro Tasse Kaffee sind das mehr als 140 Liter!

Besonders wasserintensiv ist auch die Produktion von Fleisch. Hinter einem Kilo Rindfleisch stehen ca. 15.500 Liter Wasser, von dem das meiste für das Futter aufgewendet wird.

Aber auch für unsere Textilien werden Unmengen an Wasser eingesetzt. So kann die Produktion eines einzelnen T-Shirts am Ende schnell 4.000 Liter Wasser verschlingen.

Angebaut wird Baumwolle ausgerechnet in sehr trockenen Gebieten, weil Regen die gesamte Ernte vernichten kann. Deshalb muss fast zwei Drittel der weltweiten Baumwollanbaufläche künstlich bewässert werden. Das ist fast rund die Hälfte aller bewässerter Flächen auf der Welt!

Die Produktion eines herkömmlichen Blattes Papier im Format DIN A4 verbraucht etwa 10 Liter Wasser, dagegen werden für Recyclingpapier gerade mal 0,1 Liter benötigt.

Was können wir tun?

Ein bewusster Umgang mit Genussmitteln schont nicht nur unsere Gesundheit, sondern zugleich auch die Wasser-Ressourcen unseres Planeten. Wer überwiegend regionales und saisonales Obst und Gemüse und weniger Fleisch isst, senkt automatisch den virtuellen Wasserverbrauch. Auch das so beliebte Frust- und Spaßshoppen von Textilien sollte kritisch hinterfragt werden. Flicken statt Wegwerfen sollte auch in Betracht gezogen werden. Recyclingpapier statt Papier aus Frischzellstoff nutzen oder besser noch den Papierverbrauch senken…

Mit anderen Worten: der persönliche Wasserverbrauch hängt in erster Linie von unserem individuellen Konsum ab, den jeder kritisch hinterfragen sollte.

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Die Biotonne ist eine Wertstofftonne

Fehlwürfe in der Biotonne geben seit einiger Zeit großen Anlass zur Sorge. Bei regelmäßigen Untersuchungen des Bioabfalls werden hohe Anteile an falschen Inhaltstoffen festgestellt. Diese sind z.B. Plastiktüten, Verpackungen, Glas und Restabfälle. Wieder zurück in das Bewusstsein der Bürger*innen gehört deshalb: in den Biotonnen wird mit dem Bioabfall ein wertvoller Rohstoff eingesammelt.

Bundesweite Kampagne

Seit 2019 beteilige wir uns – zusammen mit dem ZEW (Zweckverband Entsorgungsregion West) – an der bundesweiten Kampagne #wirfuerbio. Das Ziel ist klar: Biotonnen-Nutzer*innen über die Missstände informieren, für Probleme zu sensibilisieren und eine Verbesserung der Bioabfall-Qualität zu erzielen.

In unseren Anlagen verarbeiten wir die eingesammelten Bioabfälle zu Biogas und Kompost. Während wir aus dem Biogas Energie gewinnen, dient der Kompost als Bodenverbesserer und Dünger in Landwirtschaft, Gemüse- und Gartenbau. Der Kompost muss dafür den strengen Kriterien der Bundesgütegemeinschaft Kompost genügen. Voraussetzung für eine gute Kompostqualität ist, dass Sie den Bioabfall bereits in der Küche und in der Biotonne sorgfältig getrennt von anderem Müll sammeln.

Dos and Don’ts zur Biotonne

Schalen und Reste von frischem Obst und Gemüse, auch mal verdorbene Lebensmittel, Essensreste und Brot: das alles sind beste Bioabfälle. Diese sind in der Regel nass, schmierig und können auf Dauer riechen oder Schimmel ansetzen. Natürlich sollen die Bioabfälle möglichst weder den Sammeleimer in der Küche noch die Biotonne verschmutzen.

Zeitungspapier hält die Biotonne sauber

Zeitungspapier (keine bunten Anzeigenprospekte) eignet sich hervorragend, um Bioabfälle einzuwickeln. Mehrere Lagen davon binden Feuchtigkeit und schützen den Sammeleimer in der Küche vor Schmierfilmen. Gut eingepackt halten Sie so auch die Biotonne sauber. Zeitungspapier wird aus Holzfasern hergestellt und verrottet problemlos bei der Kompostierung.

Tüten aus Packpapier, die als Bioabfallbeutel im Handel erhältlich sind oder Küchenpapier sind ebenfalls zum „Einpacken“ von Bioabfall geeignet. Tragen diese den „Blauen Engel“, wird zusätzlich die Umwelt geschont.

Plastiktüten weglassen!

Es ist verboten, Plastiktüten zum Einpacken der Bioabfälle zu nutzen und diese in der Biotonne zu entsorgen! Plastiktüten kompostieren nicht. Im Gegenteil, sie stören die Verarbeitung der Bioabfälle erheblich und lassen sich maschinell herausholen. Eine Aussortierung von Hand ist ebenfalls nicht möglich und auch nicht zumutbar. Was nicht mit erheblichem Aufwand herausgesiebt werden kann, landet – in kleinen Fetzen – mit dem Kompost auf Äckern, Wiesen und in Gärten. Dort zerfällt das Plastik durch den Einfluss der Witterung zu Mikroplastik. Es belastet und gefährdet die Umwelt dann langfristig. Das Gleiche gilt leider auch für als „kompostierbar“ gekennzeichnete Biokomposttüten: auch diese bilden eine Quelle für Mikroplastik und landen so ebenfalls in unseren Nahrungsketten. Auch Bioplastiktüten dürfen deshalb nicht in die Biotonne! 

Tierstreu ist verboten!

Tierstreu ist zwar häufig organischer Herkunft, stellt aber in der Biotonne ein Hygieneproblem dar. Kot und Urin von Haustieren können mit Krankheitskeimen belastet sein und manche Krankheiten und Parasiten von Haustieren sind auch auf den Menschen übertragbar. Aus Gründen der Sicherheit und Hygiene sind deshalb Tierstreu, Kot und Urin (insbesondere von fleischfressenden Tieren) in der Biotonne verboten. Diese gehören stattdessen in die Restmülltonne.

Doch was tun, wenn das Volumen der vorhandenen Restmülltonne für Tierstreu nicht ausreicht? Beantragen Sie eine größere oder weitere Restmülltonne, wenn regelmäßig mehr Tierstreu anfällt, als Ihre Restmülltonne fasst. Eine Alternative: Besitzer von nachweislich gesunden, pflanzenfressenden, kleinen Nagetieren dürfen die Streu im eigenen Garten kompostieren. Gemischt mit Pflanzen- und Gemüseabfällen können sie in einem geschlossenen Thermo-Komposter zu Kompost verrottet und im Garten ausgebracht werden.

Voll daneben! – Verpackungen, Restmüll, Elektrogeräte und Batterien in der Biotonne

Verpackungen – mit oder ohne Essensreste – haben in der Biotonne nichts zu suchen, sie verrotten nicht! Insbesondere Glas und damit Scherben bilden gefährliche Störstoffe. Metalle können mit anderen Stoffen im Bioabfall zu schädlichen chemischen Verbindungen reagieren können.

Auch Windeln, Asche, Kehricht oder Staubsaugerbeutel verursachen ebenfalls Probleme und gehören in den Restmüll. In Aschen sind schädliche Schwermetalle angereichert, die den Kompost mit Schadstoffen belasten. Die Plastikfolie aus den Windeln und anderen Fehlwürfen verschärft das Mikroplastik-Problem, während mineralische Bestandteile aus dem Kehricht die Kompostierung hemmen und den Kompost verschmutzen. Auch Elektrogeräte und Batterien sind im Bioabfall tabu! Hier besteht ebenfalls die Gefahr, dass Schadstoffe und Chemikalien in den Bioabfall geraten.

Beratungsangebot

Es gibt Gründe, warum Biotonnen falsch befüllt werden.

Ein Grund ist die Unwissenheit über den Zweck der Biotonne, die richtige Sortierung und Verarbeitung der Bioabfälle. Hier helfen unsere Kolleg*innen der Abfallberatung gerne weiter – telefonisch und persönlich vor Ort, mit Sortierhilfen in vielen Sprachen und weiterem Infomaterial.

Eine weitere Ursache kann eine ungenügende Ausstattung mit Abfallgefäßen vor Ort sein. Auch hier beraten wir gerne.

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Internationaler Energiespartag

Heute ist internationaler Energiespartag – ein guter Anlass den eigenen Umgang mit Energie zu überdenken. Rund 14 Prozent der in privaten Haushalten genutzte Energie wir in Form von Strom verbraucht. (Quelle) Das klingt erstmal nicht viel. Doch durch die deutlich gestiegen Strompreise macht dies mehr als ein Drittel der gesamten Energiekosten aus.

Oft sind es nur einfache, kleine Schritte, die unseren Wohnkomfort kaum beeinträchtigen, insgesamt aber viel zum wirksamen Energiesparen beitragen. So summiert sich z.B. der unnötige Stromverbrauch durch den Standby-Betrieb von Elektrogeräten bundesweit bis zu zehn Millionen Megawatt-Stunden auf!

86% der Energie beim Wohnen wird fürs Heizen und Warmwasser benötigt. Hier wird das Sparen aufwändiger und ist meist mit Dämmmaßnahmen und Investitionen in neue Heiztechnik verbunden. Aber auch „kleine Ansätze“ lohnen sich: Ein Grad weniger Raumtemperatur, senkt die Heizkosten bereits um rund sechs Prozent!

Damit Sie direkt starten können, haben unsere Kolleginnen der Abfallberatung eine Übersicht mit Sofortmaßnahmen zusammengestellt:

Tipps für die gesamte Wohnung

  • LED- und Energiesparlampen verwenden
  • Richtig und regelmäßig lüften
  • Heizen und Beleuchtung nur in aktiv genutzten Räumen
  • Heizkörper nicht zustellen
  • Raumtemperatur reduzieren
  • Mehrfachstecker mit Ausschaltknopf verwenden (Stand by vermeiden)
  • Elektrogeräte nach Aufladung ausstecken

Tipps für die Küche

  • Deckel beim Kochen verwenden
  • passende Platte für Topfgröße verwenden
  • Vor- und Nachheizen beim Backofen mit nutzen
  • Schnellkochtopf verwenden
  • Kühlschranktür schnell schließen
  • Kühlschrank regelmäßig abtauen
  • Spülmaschine nur voll laufen lassen.

Tipps fürs Badezimmer

  • Wasserverbrauch beobachten
  • duschen statt baden
  • Wasser beim Einseifen ausstellen
  • Waschmaschine nur voll laufen lassen
  • möglichst niedrigste Temperatur beim Waschen auswählen.
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Fastenzeit

Karneval ist vorbei und es beginnt die Fastenzeit. Die meisten verbinden Fasten mit Verzicht: auf Essen, Zucker oder Alkohol… Die letzten Jahre kamen verschiedene Ideen dazu: Fleischverzicht, Handynutzung reduzieren, zu Fuß statt mit dem Auto, auf Konsum verzichten und vieles mehr. Nutzen wir die Zeit, uns zu überlegen, wo wir „fasten“ könnten, um etwas für uns und unsere Umwelt zu tun.

Vor Corona gab es verschiedene Ansätze, Verpackungen zu reduzieren: Plastiktüten wurden verboten und viele Geschäfte bieten inzwischen Obst und Gemüse unverpackt an. Ein guter Weg, denn Verkaufsverpackungen haben nur eine kurze Einsatzzeit – häufig nicht einmal eine halbe Stunde!

Trotzdem haben wir 2020 im Schnitt 40,4 kg Verpackungsabfälle pro Kopf im ZEW-Gebiet erfasst. Obwohl es inzwischen immer mehr Alternativen gibt, werden es immer mehr. Nutzen wir die Fastenzeit, um unseren persönlichen Verpackungsverbrauch zu überprüfen.

Denken wir beim Einkauf an:

  • Eine oder mehrere Falttaschen in der Handtasche und/oder Klappkisten im Kofferraum ersetzen jede Plastiktüte.
  • Obst, Gemüse und Salat können auch unverpackt eingekauft werden. Sogar auf die Servicetüten in der Obst- und Gemüseabteilung kann  verzichtet werden. Nehmen Sie einen mit Zeitungspapier ausgelegten Einkaufskorb in den Laden mit, um das „Grünzeug“ getrennt von den anderen Einkäufen sauber zur Kasse und nach Hause zu transportieren. Wiegeetiketten klebt man dabei lose auf die Ware.
  • Mit dem Kauf von Getränken in Mehrwegflaschen vermeidet man jede Menge Plastikabfall!

… und zuhause:

  • Übrig gebliebenes Essen im Kühlschrank nicht mit Folie, sondern stattdessen mit Teller oder Schüssel abdecken.

Kleine Schritte – häufig nicht besonders aufwendig – können schon etwas bewegen. Wer lieber etwas Konsumfasten möchte, findet im Internet viele Ideen, die oft auch Ressourcen schonen und Abfälle vermeiden.

Sie haben Fragen? Unsere Kolleg*innen der Abfallberatung helfen gerne weiter!

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Medikamente entsorgen

Wohin mit nicht aufgebrauchten Medikamenten oder abgelaufenen Tabletten, Nasentropfen, Salben oder Hustensaft? Sie gehören niemals in die Toilette oder den Ausguss! Aber wohin dann?

Arzneimittel(reste) gehören in den Restmüll!

Auch bei der Entsorgung von Medikamenten spielt die richtige Sortierung eine Rolle:

  • Flüssige Arzneimittelreste entsorgen Sie samt der Flasche oder Ampulle in den Restmüllbehälter
  • Tabletten oder Kapseln dürfen in Blisterverpackung oder Tablettenröhrchen in den Restmüll – ebenso Tuben oder Cremes
  • Verpackungen aus Pappe geben Sie zum Altpapier. Kunststoff- oder Metallverpackungen in den gelben Sack beziehungsweise in die gelbe Tonne.

Warum nicht zum Schadstoffmobil?

In der ZEW-Region wird der Restmüll heute verbrannt und so die Arzneimittelreste sicher entsorgt. Eine Entsorgung der Medikamente über das Schadstoffmobil ist daher nicht erforderlich. Sollten Sie die Hausapotheke aufräumen, geben Sie die nicht mehr verwendbaren Medikamente gemeinsam und gemischt mit dem Haushaltsabfall in die Restmülltonne.

Fragen?

Unsere Kolleginnen und Kollegen der Abfallberatung helfen gerne weiter!

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Tag der Batterie

Batterien und Akkus haben wir täglich als mobile Energieträger im Einsatz. Welche Geräte im Haushalt haben eine Batterie? Zählen wir einfach einmal auf: Mobiltelefon, Wecker, Taschenlampe, Hörgeräte, Spielzeug, Tablett, Laptop, Wanduhr, elektrische Zahnbürste, Lichterketten, LED-Kerzen und vieles mehr. All dies Geräte sind entweder mit Akkus oder Batterien bestückt. Batterien sind nach einmaligem Gebrauch ein Fall für die Verwertung! Akkus haben den Vorteil einer längeren Einsatzzeit, wenn sie regelmäßig aufgeladen werden. Auch sie gehören am Ende ihrer Lebensdauer in die Batteriesammlung!

Batterie-Rücknahme im Handel

Soweit so gut. Fakt ist, dass in den meisten Haushalten die Batterien und Akkus in irgendwelchen Schachteln und Schubladen verschwinden und vergessen werden. Also nutzen Sie den heutigen Tag der Batterie und gehen Sie auf Batterie- und Akkusuche. Nehmen Sie Ihre Fundstücke einfach zum nächsten Einkauf mit. Alle Geschäfte, die Batterien und Akkus verkaufen, müssen gebrauchte auch kostenlos zurücknehmen. Ist die Sammlung sehr umfangreich nehmen unsere Entsorgungszentren und das Schadstoffmobil diese ebenfalls kostenfrei an. Übrigens gehören Geräte mit fest eingebautem Akku z.B. in der Zahnbürste oder Spielzeug zum Elektroschrott. Dazu erfahren Sie hier mehr.

Bei Fragen hilft Ihnen die Abfallberatung gerne weiter!

Funfact: Der Tag der Batterie liegt auf dem Geburtstag von Alessandro Volta, der um 1800 ihren Vorläufer, die Voltasche Säule, erfand.