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Störstoffe in der Biotonne? – Nein Danke!

Seit rund 20 Jahren ist die Sammlung der Bioabfälle im ZEW-Gebiet etabliert und die meisten Bürgerinnen und Bürger nutzen inzwischen die Biotonne für ihre kompostierbaren Abfälle aus Küche und Garten. In unserer Biovergärungs- und Kompostierungsanlage in Würselen verarbeiten wir einen Großteil der Bioabfälle aus der Region. Im Rahmen der Kampagne #wirfuerbio setzen wir uns für eine bessere Qualität der Biotonne, für sauberen Kompost und eine saubere Umwelt ein.

Vorteile für die Umwelt

Die Verwertung von Bioabfall ist nachhaltig, wenn natürliche Materialien nicht verloren gehen, sondern zu Energie in Form von Biogas und wertvoller Kompost werden. Kompost wirkt als Dünger und Boden-Verbesserer. Er wird auf landwirtschaftlichen Flächen, in Gartenbaubetrieben und in Gärten ausgebracht und damit in den natürlichen Stoffkreislauf gegeben.

Qualität? Lässt zu wünschen übrig

Die Qualität des eingesammelten Bioabfalls lässt sichtbar nach. In viel zu vielen Tonnen finden sich Plastiktüten, Restmüll, Verpackungen aus Kunststoffen, Metall und Glas – alles Fremdstoffe, die in der Biotonne nichts zu suchen haben, weil sie nicht kompostierbar sind. Auch Plastiktüten aus Bio-Kunststoff, die als „kompostierbar“ gekennzeichnet sind, kompostieren in der Kompostierungsanlage nicht vollständig. Diese gelangen als Mikroplastik in den Kompost und mit diesem auf Äcker und Beete. Von da aus ist der Schritt in die Nahrungskette nur noch kurz.

Das Problem: Wir können nur dann Bioabfälle zu hochwertigen Produkten verwerten, wenn sie sauber sortiert in der Biovergärungs- und Kompostierungsanlage ankommen. Vor der Verarbeitung können wir die Fehlwürfe nicht heraussieben, weil frischer Bioabfall dafür zu nass und klebrig ist. Nur ganze Nester mit groben Verunreinigungen sortieren wir mithilfe eines Radladers aus. Zurück bleiben im Rohmaterial zum Beispiel Plastiktüten, Kaffeekapseln mit Kunststoff-Innenleben, Gläser mit Resten, sogar Windeln oder Verpackungen mitsamt verdorbenem Inhalt.

Wie gelangen Plastikfetzen und Glasscherben in den Kompost?

Während der anschließenden Verarbeitung zerkleinert die Kompostierungsanlage die Fremdstoffe zusammen mit dem Bioabfall. So wandern diese mit durch jeden Verarbeitungsschritt und gelangen als Plastikteile und Glasscherben in den fertigen Kompost. Die Störstoffe setzen die Qualität herab und gefährden die Vergabe des RAL-Gütezeichens für Kompost als wertvollen Dünger und Boden-Verbesserer.

Großer technischer Aufwand für die Säuberung von Fremdstoffen

Immer mehr Siebvorgänge des fertigen Kompostes sind notwendig, um Plastikteile und Glasscherben auszusortieren. Der erforderliche hohe technische Aufwand geht einher mit steigendem Energieverbrauch. Das belastet zusätzlich Umwelt und Klima und treibt die Kosten für die Verwertung in die Höhe.

Wer ist für die saubere Sammlung der Bioabfälle zuständig?

Die Verantwortlichkeit ist klar geregelt: Per Abfallsatzung der Kommune sowie Landes- und Bundesgesetzgebung ist jeder Nutzer /jede Nutzerin einer Biotonne verantwortlich für eine sortenreine Trennung und Sortierung seiner/ihrer Bioabfälle.

Die Trennpflicht geht so weit, dass das mit der Sammlung und dem Transport beauftragte Müllabfuhrunternehmen die Leerung der Biotonne verweigern darf, wenn zu viele Störstoffe im Bioabfall vorhanden sind.

Biotonnen-Kontrollen sind erlaubt und werden in einigen Kommunen schon durchgeführt:

Biotonnen, die deutlich sichtbare Fehlwürfe aus Plastik, Glas oder Metall enthalten, werden im Falle einer Kontrolle gekennzeichnet. Ist der Tonneninhalt so stark verschmutzt, dass er nicht mehr zu Kompost verwertet werden kann, wird die Biotonne nicht geleert.

Tipps zur Sortierung und Befüllung der Biotonne:

Bioabfälle sind natürliche Wertstoffe

…auch wenn sie schon einmal unappetitlich aussehen und riechen können. Vor Feuchtigkeit und Gerüchen schützt Zeitungs- oder Küchenpapier, in das Bioabfälle eingepackt werden dürfen, denn auch Papier kompostiert rückstandslos. Auch handelsübliche Papiertüten aus Kraftpapier können zum Auskleiden der Vorsortiergefäße genutzt werden. So bleibt die Biotonne sauber und trocken.

Keine Plastiktüten in die Biotonne

Plastiktüten gelangen in den Bioabfall, wenn man sie zur Sammlung der Bioabfälle oder zum Schutz der Sammelgefäße in der Küche nutzt und sie dann fälschlicherweise mit in die Tonne wirft. Wer Plastiktüten zur Sammlung in der Küche nutzt, muss sie spätestens beim Gang zur Biotonne ausleeren und anschließend in die Restmülltonne werfen. Ebenfalls nicht zugelassen sind Plastiktüten aus biologisch abbaubaren Bio-Kunststoffen. Diese zersetzen sich in den Anlagen nicht vollständig und gelangen dann als Mikroplastikpartikel in den fertigen Kompost.

Verdorbene Lebensmittel nur ohne Verkaufs-Verpackungen in die Biotonne!

Häufig landen offensichtlich Nahrungsmittelreste direkt mit dem Glas (z.B. Gurken, Marmeladenreste) oder mit anderen Verkaufs-Verpackungen (aus Plastik oder einer Kombination aus Kunststoffen und Aluminium) in der Biotonne. Das ist illegal und macht auch keinen Sinn, denn diese Verpackungen sind nicht biologisch abbaubar.

Deshalb: Lebensmittel-Reste aus der ursprünglichen Verpackung entnehmen, in Zeitungs- oder Küchenpapier einwickeln – und erst dann ab in die Biotonne!

Restabfall gehört immer in die Graue Tonne – Keine „Schwarz“-Entsorgung über die Biotonne:

Manche „schwarzen Schafe“ entsorgen Restabfall und Verpackungen ganz bewusst über die Biotonne. Hier gibt es nur eine Lösung: wenn regelmäßig so viel Restabfall anfällt, dass die Versuchung besteht, ihn über die Biotonne zu entsorgen, muss eine zusätzliche graue Tonne bestellt werden.

Katzenstreu und Hundekot gehören keinesfalls in die Biotonne:

Aus seuchenhygienischen Gründen gehören Kot von Hunden und Einstreu mit Exkrementen von Haustieren wie zum Beispiel Katzen, Ratten, Frettchen oder von Vögeln immer in die Restmülltonne, auch wenn „kompostierbar“ auf der Einstreu-Verpackung steht.

Die Ausnahme: Einstreu von pflanzenfressenden Nagetieren wie zum Beispiel Kaninchen und Meerschweinchen dürfen über die Biotonne entsorgt werden.

Gute Qualität – Voraussetzung für eine natürliche Verwertung der Bioabfälle!

Wir danken diejenigen Nutzer*innen der Biotonne, die durch gute Abfalltrennung dazu beitragen, dass der Stoffkreislauf – vom Bioabfall über den Kompost bis zur Erzeugung von Nahrungsmitteln – ohne Schaden für unsere Umwelt geschlossen werden kann.

Fragen rund ums Thema Abfall beantworten unsere Kolleg*innen der Abfallberatung gerne:

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Verbot von Einweg-Kunststoffprodukten

Jeder kennt es, in der Stadt und im Park, am Strand, an der Uferböschung eigentlich an fast allen schönen Plätzen ist er schon vor uns da: der Müll!

Neben Kaffee-To-Go Bechern, Dosen und Flaschen und anderen Abfällen finden sich viele Verpackungen vom letzten Imbiß – vielleicht war der Weg zum nächsten Mülleimer einfach zu weit …

Verbot ab dem 03. Juli 2021

Verboten werden die Einweg-Kunststoffprodukte, die man am häufigsten in der Umwelt findet. Ab dem 03. Juli 2021 dürfen in der EU diese Plastik-Produkte nicht mehr produziert werden:

  • Einwegbesteck und -geschirr
  • Trinkhalme
  • Rühr- & Wattestäbchen
  • Luftballonstäbe

Verpackungen aus expandiertem Polystyrol („Styropor“), wie z.B. Getränkebecher oder Fast-Food-Verpackungen, sind von diesem Verbot ebenso betroffen. Bereits produzierte Ware darf der Handel noch abverkaufen.

Biobasierte Kunststoffe auch verboten

Unter das Verbot fallen zudem auch Einwegteller, -becher oder -besteck, aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen. Auch diese Produkte haben Nachteile für die Umwelt. Da sie nicht biologisch abbaubar sind, können sie weder über die Biotonne entsorgt werden, noch würden sie sich in der Natur biologisch abbauen. Das gleiche gilt für Einweggeschirr aus Pappe, das nur zu einem geringen Teil aus Kunststoff bestehen oder mit Kunststoff überzogen ist.  

Schon jetzt gibt es für diese Produkte plastikfreie Alternativen, viele davon sogar in wieder verwendbar. Nutzen Sie diese, für uns und unsere Umwelt!

Mehr Tipps zum Thema Einwegplastik hat auch das BMU für Sie zusammengestellt. Selbstverständlich helfen Ihnen auch unsere Kolleg*innen der Abfallberatung bei Fragen gerne weiter!

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Abfallbilanz 2020 veröffentlicht

In seiner jährlichen Abfallbilanz berichtet der Zweckverband Entsorgungsregion West (ZEW) über die Mengenentwicklung im Bereich der Siedlungsabfälle in seinem Verbandsgebiet. Das Verbandsgebiet des ZEW umfasst die Stadt und die StädteRegion Aachen und den Kreis Düren. In seiner Funktion als „öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger“ (örE) garantiert der ZEW – in Zusammenarbeit mit uns – die Entsorgungssicherheit für über 820.000 Bürgerinnen und Bürger (Stand: 31.12.19).

Die nun veröffentlichte Abfallbilanz für das Jahr 2020 gibt einen Überblick die Mengenentwicklungen der Abfallarten

  • Restabfall
  • Sperrmüll
  • Altholz
  • Grünschnitt
  • Bioabfall
  • Elektroschrott
  • Schadstoffe
  • Altpapier
  • Altglas
  • Verpackungen („gelber Sack“).

Aufbereitet in Tabellen und Diagrammen kann man sich schnell einen Überblick darüber verschaffen, wie sich das Abfallaufkommen in einer Kommune oder Kreisgebiet zusammensetzt oder in welcher Kommune der meiste Restabfall anfällt. Zusätzlich sind die Abfallgebühren der einzelnen Kommunen aufgeführt.

Die Abfallbilanz des ZEW steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung. Allgemeine Fragen rund um das Thema Abfall beantwortet unsere Abfallberatung gerne unter 02403 8766-353 oder per Mail an abfallberatung@awa-gmbh.de.

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Obst und Gemüse aus der Region!

Erdbeeren und Spargel machen den Auftakt – seit Ende Mai wird bereits Gemüse und Obst aus dem Freiland geerntet. Damit bietet sich die Gelegenheit regionales und saisonales Gemüse ortsnah einzukaufen. Hiermit werden nicht nur regionale Betriebe unterstützt, sondern auch Ressourcen für Transportwege und aufwendige Verpackungen eingespart!

Tipps für Ihren Obst – und Gemüse – Einkauf:

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über regionale Anbieter und Hofläden in der Region z.B. über die Internetplattformen www.landservice.de oder www.tasteofheimat.de. Auf den Wochenmärkten finden Sie ebenfalls viele regionale Anbieter.
  • Denken Sie an Netze, Körbe, Kisten oder Stofftaschen zum Transport der Lebensmittel, denn in der Regel gibt es die Produkte lose. Mit ein wenig Geschick ist ein Einkaufsnetz schnell selbst gehäkelt. Kostenlose Anleitungen hierzu finden Sie online. (z.B. Edda Bag)
  • Machen Sie vor Ihrem Einkauf einen kurze „Inventur“ durch Küche und Vorratsraum und prüfen Sie, was Sie noch benötigen.
  • Schreiben Sie sich einen Einkaufzettel! Sie minimieren damit die Gefahr mehr zu kaufen, als Sie benötigen. Notieren Sie auch die benötigten Mengen.
  • Kaufen Sie nur, was Sie auch lagern können, wenn Sie es nicht sofort verarbeiten. Gerade Beeren und Kirschen gehören in den Kühlschrank, Tomaten dagegen nicht.
  • Bevorzugen Sie Obst und Gemüse, das gerade im Freiland geerntet wird. Es spart nicht nur Ressourcen, sondern punktet auch durch einen höheren Vitamingehalt als entsprechende Treibhausprodukte.
  • Viele Obstsorten eigenen sich auch zum Einkochen als Marmelade oder Gelee. Sauer eingekocht hält sich auch Gemüse über einen langen Zeitraum.

Was hat gerade Saison?

Mit einem Saisonkalender haben Sie eine gute Übersicht darüber, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat. Eine Übersicht finden Sie beispielsweise beim WDR.

Selber pflanzen und ernten

Sie haben einen Garten und noch ein wenig Platz? Dann bauen Sie Ihr Gemüse einfach selbst an. Hier finden Sie unsere Anleitung zum Bau eines Hochbeetes.

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Ömmesönz (fast) im Normalbetrieb

Ab Mittwoch, den 9. Juni, öffnet unser Ömmesönz Laden wieder seine Türen. Zu den gewohnten Öffnungszeiten können Sie dann wieder bis zu drei Teile kostenlos mitnehmen. Geöffnet ist der Ömmesönz mittwochs von 9:00 – 12:00 Uhr und freitags von 15:00 – 18:00 Uhr.

Wieder Sachspenden möglich

Es werden auch wieder Sachspenden angenommen. Vereinbaren Sie bitte einen Termin mit uns, um einen reibungslosen Ablauf bei der Annahme zu gewährleisten. Dies geht entweder telefonisch unter 02403 8766-353 oder direkt im Geschäft während der Öffnungszeiten. Ein Abstellen von Sachspenden am Laden ist untersagt.

Weitere Möglichkeiten, Dingen ein zweites Leben zu schenken, sind übrigens unsere Wunderkisten oder unser Tausch- und Verschenkmarkt.

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Säckeweise wilder Müll

Fast dreihundert Bürgerinnen und Bürger waren dem Aufruf der Stadt Herzogenrath unter dem Motto „Hand anlegen für Herzogenrath – Wir nehmen den wilden Müll in die Zange“ gefolgt. Die Ausbeute in der gut zweistündigen Sammelaktion im gesamten Stadtgebiet konnte sich sehen lassen.

„Heute bin ich der glücklichste Bürgermeister!“

„Heute bin ich der glücklichste Bürgermeister“ freut sich Dr. Benjamin Fadavian über die große Resonanz bei den Herzogenrathern zur Müllsammelaktion. Er selbst packte in Kohlscheid entlang der Roermonder Straße und in Merkstein am August-Schmidt-Platz mit an und brachte die Ausbeute seiner Tour zum Wertstoffhof in der Eygelshovener Straße.

An zentralen Standorten in den Stadtteilen wurden die Teilnehmer*innen für ihre Arbeit ausgerüstet. Mit Warnweste, Handschuhen, Greifzangen, Müllsäcken und dem Corona konformen Mundschutz gingen die Gruppen von jeweils 15 – 25 Personen am sonnigen Samstagmorgen ans Werk. Vor dem Sammeltrupp war kein wilder Müll mehr sicher. Angefangen von der Zigarettenkippe bis hin zu einer alten Lüfterhaube, Autofelgen und –reifen und sogar einer Stehlampe waren der Vielfalt der Fundstücke keine Grenzen gesetzt. „Nach dem Karnevalzug räumt die Stadt auf, heute machen wir das“, so Silvia Simons. Sie war mit einem ganzen Team der Karnevalsgesellschaft „KKG Scheeter Jecke e.V.“ bei der Sammlung ab Kohlscheid Markt mit am Start. Auch Birgit und Peter Meyer waren mit von der Partie: “Das ist eine gute Aktion der Stadt, die wir gerne unterstützen. Schließlich sind wir alle für ein gepflegtes Stadtbild verantwortlich!“ Das betont auch Marianne Wagner: “Ich gehe oft spazieren und ärgere mich über den wilden Müll. Wenn Corona nicht dazwischen gekommen wäre, hätte ich im letzten Jahr eine private Sammelaktion initiiert. Der Müll kommt von Bürgern und soll auch von ihnen weggeräumt werden!“

Thomas Herff, Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes, hat die Aktion federführend mit Unterstützung der unserer Abfallberaterin Heike Stiller organisiert. „Die Teilnehmer*innen waren alle unglaublich motiviert und haben fantastisch geholfen. Es war erschreckend, welche Menge in den zwei Stunden gesammelt worden ist. Wenn jeder seinen Müll vernünftig entsorgen würde, wäre so eine Aktion nicht erforderlich“, so Herff. Der Großteil der eingesammelten Gegenstände bestand aus Wertstoffen, die man zudem kostenfrei auf dem Wertstoffhof hätte abgeben können.

Kostenfreie Angebote

„Nutzen Sie unbedingt das kostenfreie Angebot der Wertstoffentsorgung in haushaltsüblichen Mengen auf dem Wertstoffhof. Die erweiterten Öffnungszeiten bieten an drei Tagen in der Woche die Möglichkeit einer umweltschonenden Entsorgung“, so unsere Abfallberaterin Heike Stiller.

Die Aktion war ein voller Erfolg. Durch die akribische Sammlung der vielen eifrigen Helfer*innen konnten rund 350 Müllsäcke von den Mitarbeitern des Bauhofes nach der Aktion eingesammelt werden. Der enorme Müllberg ließ alle Beteiligten – allen voran Bürgermeister Dr. Fadavian – strahlen: „Wir haben heute gemeinsam unter Beweis gestellt, wie sehr wir unsere Stadt schätzen. Mit diesem tollen bürgerschaftlichen Engagement haben wir zu einem gepflegten Stadtbild beigetragen. Dieser Erfolg spornt zu weiteren Taten an. Allen Beteiligten gilt mein herzlichster Dank für die großartige Unterstützung!“

Gestiftete Sitzbänke

Zum krönenden Abschluss der Aktion stiftete die Fa. Hahn Kunststoffe GmbH – der Betrieb ist mit dem blauen Engel zertifiziert – drei Sitzbänke aus recyceltem Hartplastik. Diese werden in Kürze auf dem Spielplatz in der Carl-Hilt-Straße, am Ehrenmal in Ritzerfeld und im Volkspark Lange Hecke aufgestellt.

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Wilde Müll-Sammlung in Herzogenrath

Hand anlegen für Herzogenrath – Wir nehmen den Wilden Müll in die Zange!

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie zieht es viele Menschen nach draußen an die frische Luft. Es locken die städtischen Grünanlagen, die stadtnahen Erholungsgebiete, Wald- und Feldwege. Endlich die freie Zeit in der Natur von Herzogenrath verbringen!

Wilder Müll ist kein schöner Anblick

Und dann passiert Folgendes: wie bei der Geschichte von „Hase und Igel“ waren vor uns schon andere Erholungssuchende da. Allerdings mit einem großen Unterschied: Hase und Igel hinterlassen keine leere Getränkedosen, Verpackungen von Fertigsandwiches, Gebäck und Snacks. Auch Zigarettenschachteln, Glas- und Kunststoffflaschen sowie Taschentücher liegen achtlos herum. Und an manchen Stellen scheinen unsere Mitmenschen die Sperrgutabfuhr nicht abwarten zu können und für die Bauabfälle war der Weg zum Entsorgungszentrum wohl zu weit?
Zugegeben: Der Müll am Wegesrand ist kein schöner Anblick – das stellen wir uns anders vor! Wie können wir unser Stadtbild verbessern und ohne Müll und Abfall genießen?

Wir lassen uns nicht die Laune verderben und räumen erst mal den Müll weg. Für uns selbst und für unsere Umwelt!

Zusammen mit Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian und dem Team der Stadtverwaltung laden wir herzlich zu einem gemeinsamen, bürgerschaftlichen Müllsammeltag ein. Ganz nach dem Motto: „Hand anlegen für Herzogenrath – Wir nehmen den Wilden Müll in die Zange!“

Alle Bürger*innen sind aufgerufen, selbst aktiv zu werden, damit Herzogenrath ein Stück sauberer und schöner wird. Ob mit der Nachbarschaft, Freund*innen, Familie oder dem Sportverein, sicherlich finden sich Mitstreiter*innen, die einen nahegelegenen Ort einladender und attraktiver gestalten wollen.

Wann, wo und wie kann man teilnehmen?

Die Aktion findet statt am Samstag, den 29. Mai 2021, von 10:00 bis 12:00 Uhr im Stadtgebiet von Herzogenrath in vorab festgelegten Bezirken. Freiwillige Sammler und Sammlerinnen können sich für die Teilnahme auf der Homepage der Stadt Herzogenrath anmelden. Dort steht das Formular zum Download bereit.

Unter Einhaltung der aktuellen Regeln zum Schutz vor Corona dürfen sich Personen zusammenschließen und gemeinsam sammeln. Handschuhe und Pickzangen stellt der Bauhof der Stadt Herzogenrath zur Verfügung, die Säcke werden von uns gestellt.

Treffpunkte und Übergabestellen für Material und den eingesammelten Müll werden ebenfalls auf der Homepage spätestens eine Woche vor der Veranstaltung bekanntgegeben.

Dank des Bürgermeisters

Im Anschluss an die Sammlung nimmt Bürgermeister Dr. Fadavian von 13.30 bis 14.30 Uhr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Parkplatz Bergerstraße in Empfang, um den Beteiligten persönlich zu danken. Als Anerkennung für das bürgerschaftliche Engagement winkt eine Sachspende für jeden der drei Stadtteile Merkstein, Herzogenrath-Mitte und Kohlscheid – was es sein wird, wird erst vor Ort verraten.

Sie haben Fragen? Unsere Mitarbeiter*innen der Abfallberatung helfen gerne weiter!

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Gartenmöbel aus Holz

Tipps zur Auswahl, Pflege und Entsorgung

Wer sich für Gartenmöbel aus Holz entscheidet, wählt ein natürliches Produkt und nimmt etwas mehr Pflege in Kauf. Was viele nicht bedenken ist, dass in den Pflegeprodukten bzw. Imprägnierungen Pestizide und andere Schadstoffe beigesetzt sind können.  Alle behandelten Hölzer aus dem Außenbereich werden daher bei der Entsorgung als gefährlicher Abfall eingestuft.

Welche Holzart für Gartenmöbel?

Manche Hölzer sind witterungsbeständiger als andere: Lärche, Robinie und Eiche gelten als besonders widerstandsfähige, heimische Hölzer. Auf Tropenhölzer – wie z.B. Teak – sollten Sie aufgrund ihrer häufig nicht nachvollziehbaren Gewinnung verzichten.

Wie sind die Gartenmöbel zu pflegen?

Staunässe oder Erdkontakt verträgt kein Holz auf Dauer. Beachten Sie dies, wenn Sie die Gartenmöbel in eine Rasenfläche setzen möchten. Ebenso benötigen Sie ein trockenes Plätzchen zum Überwintern.

Häufigkeit und Art der Pflege richten sich neben der Art des Holzes auch nach Ihren Ansprüchen. So freut sich der eine über die Patina, der andere möchte den „Neuzustand“ und damit Farbton des Holzes so lange wie möglich erhalten und muss daher auch mehr pflegen. Ein Vergrauen des Holzes tritt zunehmenden Alter durch die UV-Belastung und dem damit einhergehenden Lignin-Abbau bei jedem Holz ein, schadet diesem aber nicht.

Schreiten Sie zur Tat!

Jede Behandlung setzt ein sauberes Holz voraus. Entfernen Sie daher zuerst Grünbelag und Schmutz. Zur Reinigung empfiehlt sich eine schonende Seifenlösung, z.B. aus Kernseife und eine Waschbürste oder ein Schrubber. Hochdruckreiniger sind eher nicht für eine schonende Reinigung geeignet.

Zum Ölen oder Lasieren muss das Holz ganz trocken sein. Rauen Sie zunächst mit feinem Schmirgelpapier die Oberfläche leicht an und entfernen Sie lose Teile, damit das Öl oder die Lasur gut einziehen bzw. haften können.

Entscheidend für die weitere Pflege ist die erste Behandlung: Sie die Möbel geölt, ölen Sie diese auch weiterhin. Wurde das Holz lasiert, nutzen Sie am Besten auch weiterhin eine Lasur. Zwei aufeinanderfolgende Anstriche mit Öl oder Lasur bilden einen guten Schutz über das Jahr.

Vielen Ölen und Lasuren für den Außenbereich sind Schadstoffe beigesetzt. Wägen Sie beim Kauf ab, ob diese Schadstoffe wirklich erforderlich sind. Es gibt z.B. auch Pflegeöle auf rein pflanzlicher Basis und ohne Schadstoffe. Ein Entscheidungskriterium können auch Labels wie z.B. der Blaue Engel sein.

Wie sind die Gartenmöbel zu entsorgen?

Alle behandelten Hölzer aus dem Außenbereich, egal ob geölt, lasiert oder kesseldruckimprägniert, gelten als A4-Holz und damit als gefährlicher Abfall bei der Entsorgung. Gartenmöbel aus Holz – sowie alle behandelten Hölzer aus dem Außenbereich – werden deshalb nicht bei den kommunalen Wertstoffhöfen angenommen. Eine Entsorgung ist an unseren Entsorgungszentren Warden, Rurbenden und Horm möglich. Sie sind getrennt von unbehandelten Hölzern bzw. Holz aus dem Innenraum zu halten.

Bitte bewahren Sie Holzschutzmittel frostsicher und gut verschlossen auf, damit Sie diese sie im nächsten Jahr wieder verwenden können. Reste müssen als Schadstoffe entsorgt werden.

Weitere Fragen zur Entsorgung beantworten Ihnen unsere Kolleg*innen der Abfallberatung gerne!

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Earth Day 2021 „Jeder Bissen zählt“

Am 22.04. findet seit über 50 Jahren findet der Earth Day statt, inzwischen in 199 Ländern. Im Mittelpunkt steht das Wohl unserer Erde mit einem jährlich wechselnden Motto.

„Jeder Bissen zählt!“ ist das Thema des diesjährigen Earth Day und stellt damit den Lebensmittelkonsum und seine Auswirkungen auf die Erde in den Fokus. Unsere Ernährung hat nicht nur einen Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern z.B. auch auf das Klima, bzw. die CO2 -Emissionen. Kurz gesagt: Je aufwendiger der Weg bis hin zum Teller ist, desto mehr CO2 entsteht, desto größer ist der ökologische Fußabdruck und damit die negativen Auswirkungen auf das Klima. Manche Produkte wie z.B. Fleisch haben eine deutlich längere Produktionskette hinter sich als andere wie z.B. Gemüse.  Gemüse aus der Region, punktet ganz besonders mit kurzen Transportwegen. Wird es im Freiland und damit saisonal angebaut, ist die Produktion weniger klimabelastend als bei Treibhausprodukten. Bei Bioprodukten wird auf Pestizide verzichtet.  Bei Fair -Trade – Artikeln liegt das besondere Augenmerk auf den Lohn- und Arbeitsbedingungen der Produzenten. 

Wer die Kriterien Saisonal, Regional und wenn möglich Bio und Fairtrade beim Lebensmitteleinkauf berücksichtigt und nur in benötigten Mengen einkauft, findet sich auf dem richtigen Weg hin zum kleineren ökologischen Fußabdruck. Eine Einschränkung des Fleischkonsums oder eine vegetarische bzw. vegane Ernährungsweise bewirken eine weitere deutliche CO2 -Reduzierung.

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Hochbeet anlegen leicht gemacht

Kompost und Grünschnitt füllt das Hochbeet –  Was bei Anlage, Füllung und Pflege eines Hochbeetes beachtet werden sollte

Hochbeete haben viele Vorteile: Sie lassen sich auf kleinstem Raum realisieren, können dabei höchste Erträge liefern und Nager haben keine Chance, von unten an die Wurzeln zu kommen. Zusätzlich ist die Beetpflege rückenschonend. Bei der Anlage eines Hochbeetes können Äste, Grünschnitt und Kompost aus dem eigenen Garten verwertet werden.

Hier ein paar Tipps, was Sie bei der Anlage, Befüllung und Pflege eines Hochbeetes berücksichtigen sollten:

Wählen Sie für Ihr Hochbeet möglichst einen Standort mit Erdkontakt, in etwas geschützter Lage, nicht zu sonnig oder schattig. Durch den Erdkontakt können Organismen besser aus dem natürlichen Boden einwandern und sich auch wieder zurückziehen.    

Wählen Sie für das Hochbeet eine für Sie geeignete Arbeitshöhe. Sie liegt in der Regel bei ca. 1m. Bei einer Höhe von 1 m sind pro m² 1000 l Füllmaterial nötig. Als Füllmaterial eignet sich aber nicht nur Mutterboden s.u.

Gestalten Sie den Rahmen bzw. Rand des Hochbeetes so, dass er dauerhaft das feuchte Füllmaterial hält und nicht auseinandergedrückt wird bzw. verrottet. Eine Wand aus Steinen ist eine dauerhafte Lösung.  

Verzichten Sie möglichst auf Kunststoffplanen zur Abdichtung. Diese zersetzen sich mit der Zeit in immer kleinere Stücke und bilden einen Mikroplastik – Eintrag in den Boden.

Legen Sie den Boden mit Kaninchendraht aus, den sie an den Wänden befestigen, so dass keine Nager durchbrechen können.

Befüllen Sie Ihr Hochbeet nun in 6 Schritten:

1. und 2. Schicht: Drainage aus Ästen und Zweigen  

Wählen Sie für die erste ca. 20 cm dicke Schicht grobe (daumendicke und fingerlange) Ästchen, für die zweite etwas dünnere Schicht feineren Heckenschnitt oder Häckselgut.

3. Schicht: Grasnarbe

Hier setzen Sie abgestochenen Grassoden ein (z.B. die aus der Bodenfläche), aber mit der Grasnarbe nach unten. Hierdurch wird die Drainageschicht nach oben abgegrenzt.

4. Schicht Grünabfälle und Häckselgut

Mischen Sie für die 3. Schicht Häckselgut, Laub und Staudenschnitt und füllen Sie eine ca. 20 cm Schicht in das Hochbeet ein. Durch die Verrottung der Grünabfälle werden langsam aber kontinuierlich Nährstoffe freigesetzt und das Hochbeet liefert von unten Wärme für die Pflanzen.

5. Schicht: Grober Kompost und evtl. Pferdemist

Als nächstes füllen Sie etwa 15 cm groben Kompost auf. Eine Beigabe von etwas abgelagertem Pferdemist sorgt ebenfalls für ausreichend Nährstoffe im Hochbeet.

6. Schicht: Feinschicht aus Kompost, Erde und Sand

Den Abschluss bildet eine max. 30 cm dicke Schicht aus einer Mischung aus Feinkompost, Gartenerde und Sand zu gleichen Teilen.

Jedes Hochbeet reift und altert. Im Laufe der Zeit wird sich das Hochbeet setzen und im Frühjahr vor der nächsten Bepflanzung sollten Sie die Feinschicht ergänzen bzw. wenn Sie Starkzehrer, wie z.B. Kürbisse pflanzen, sogar austauschen. Wenn die Drainageschicht nach mehreren Jahren verrottet ist, ist es an der Zeit, das Beet neu zu befüllen.

Wer nicht selber kompostiert, kann Häcksel und Kompost in verschiedenen Qualitäten auf dem Entsorgungszentrum Warden erwerben. Größere Mengen erhalten Sie auch direkt über die gabco Kompostierung GmbH.